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In der chinesischen Medizin werden die Emotionen unter zwei Gesichtspunkten betrachtet: Sind sie die Erkrankungsursache oder das Hauptsymptom ? Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden. Innere Organe und ihre emotionalen Aspekte bilden eine Einheit und wirken aufeinander ein. So kann es sein, daß der emotionale Zustand eines Menschen eine physische Ursache hat. Oder, daß ein auf körperlicher Ebene auftretendes Symptom seinen Ursprung in den Emotionen findet.

Die Patienten nehmen oftmals schon während der ersten Akupunktursitzung eine Veränderung ihres emotionalen Gleichgewichtes wahr. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich wegen Müdigkeit, Erschöpfung, innerer Unruhe, Nervosität, innerer Spannung, Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit, leichten Angstzuständen oder leichten Schlafstörungen in der Praxis melden. Langandauernde Schlafstörungen, Burn-out,  Ängste oder Zwänge brauchen hingegen mehrere Sitzungen.

In der chinesischen Psychologie wird der Körper als die materielle Basis des Geistes verstanden. Eine Trennung zwischen Körper und Geist existiert nicht. Emotionen spiegeln den Zustand des Körpers wider und umgekehrt. 

Die sieben wichtigsten Emotionen sind:

Angst, Furcht, Schwermut, Traurigkeit, Kummer, Ärger und übermässige Freude.

Wobei vor allem das System des Herzen und der Leber auf Emotionen sehr empfindlich reagieren.